Erinnert sich eigentlich nur noch die Enklave aus Hamm an den wundervollen Song, den Willie Tanner für seinen Sohn Brian geschrieben hat? “Denn Spargel, frischer Spargel, der will Euch Gesundheit geben”. - Und wer ist Tante Mable?
Und wann haben Sie Angela Merkel zum letzten Mal gesehen? Theoretisch am Ende des Tages 1,167 Mal. “Jeder Deutsche begegnet pro Monat mindestens 35 Mal Angela Merkel”, teilt die PressWatch GmbH heute mit. Peer Steinbrück hingegen läuft einem nur elf mal monatlich medial vermittelt über den Weg.
Trotzdem ist der Frühling da. Die rechte Zeit, um Rammstein wieder einmal im Regal von hinten ganz nach vorne zu schieben. Und wohl auch Anlass für so manchen Jubeltag. Die Brauer lassen uns wissen, dass am morgigen Freitag, am Tag des Bieres, des Reinheitsgebots aus dem Jahr 1516 gedacht wird. Sollte man sich am Freitag-Abend im Freudentaumel einen Kater zuziehen, so ist das nur billig und recht, denn am Samstag, so erinnert die Internet-Community Vivatier, ist Welttierversuchstag. Aber bitte nicht zu Hause nachmachen.
In diesem Zusammenhang sei auch noch in Erinnerung gerufen: “Auch für die deutsche Behälterglasindustrie ist der Tag des deutschen Bieres von großer Bedeutung. Denn schließlich werden nach wie vor fast 90 Prozent aller im Handel gekauften Biere und Biermischgetränke in Glas verpackt”, weiß das Aktionsforum Glasverpackung. Ein Musterbeispiel für anlassbezogene PR.
Aber bei aller Biertaumeligkeit in den milden Monaten: “Fast jeder zweite in Deutschland lebende Bürger, nämlich genau 48 Prozent, könnte am ehesten ohne Alkohol leben, wenn es darum geht, worauf man 14 Tage freiwillig verzichten kann”, hat Emnid für uns und im Auftrag von “Reader’s Digest” herausgefunden. “Indes, der Verzicht auf Sex kommt für die meisten Befragten praktisch nicht in Frage”, ist da weiter zu lesen. Was heißt denn praktisch: “Och, eigentlich muss es heute gar nicht, aber nun ja. So sei es halt.”?
Noch immer ist keine Entscheidung gefallen. Engagement in der Partei - oder abwarten, bis es Pflicht wird? Der Auftritt des großen Martin Sonneborn im “Nachtcafé” jedenfalls spricht für Ersteres. Da bedanke ich mich doch bei mir für die Frage.
Eine wahre Wundertüte bleibt die “Spiegel Online”-Community “einestages“. Kaum passt man mal nicht auf, schon hat man sich reingeklickt (meine Empfehlung: Anreißer genau studieren - bezieht man sich auf popkulturelle Phänomene aus den 80ern: Obacht!). Doch heute war der Klick ein wahrer Augenschmaus: Eine Bilderstrecke randvoll mit Ghetto-Blastern - und direkt daneben eine mit Digitaluhren. Unbeschwerte Zeiten kommen wieder hoch.
Erfahrene Anleger wissen hingegen längst: Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist. So ähnlich hat das die dpa heute aufgeschrieben. Allerdings hat man es schöner formuliert: “Auch der Name Rupert Murdoch, bereits beim Bezahlsender Premiere engagiert, fällt in diesem Zusammenhang wieder. Doch auch den plagen mit seiner News Corp. finanzielle Sorgen. Es könnte aber auch ganz anders kommen oder alles beim alten bleiben.”
Und sollte Markus Lanz tatsächlich hier und da in die Fußstapfen von Johannes B. Kerner treten, so sei an dieser Stelle schon einmal Titelschutz angemeldet für “Lanz und Leute”, “Lanz’ Leute” und die Fußballsendung “Lanz-Mannschaft”.
Und nachdem ich während ich dies schrieb die ganze Zeit tatsächlich Rammstein auf den Ohren hatte, habe ich jetzt was mehr? Na klar: Keine Lust.
Darum schließe ich mit einem Satz aus einer der ersten Folgen der ersten Staffel “Pushing Daisies“: “Ungewöhlich vielleicht, nicht seltsam. Irgenwie exzentrisch auf eine kuriose Art und Weise - wie Dessertlöffel.”